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SÜDDEUTSCHE CONSULTING

Corona.

& Ideen für den Mittelstand


26.03.2020

CORONA & IDEEN FÜR DEN MITTELSTAND

von Rupert Englmaier

Woran denken Unternehmer bei Corona?

Inzwischen gehört das Wort Corona mit Sicherheit zu den meistgesuchten Begriffen im Internet. Die Assoziationen zu diesem Virus tendieren weitgehend in die negative Richtung, wenn auch viele versuchen, bereits die positiven Aspekte der Pandemie zu beschwören. Beide Tendenzen finden wir auch unter den Unternehmen im Mittelstand. Jeder weiß, dass eine Wirtschaftskrise nicht nur Verlierer, sondern immer auch Gewinner hervorbringt. Ganz klar, es gibt Branchen, die bereits jetzt profitieren, wie z.B. die Lebensmittelindustrie, die Toilettenpapier-Hersteller, die Hygiene-Industrie etc. – folgt man den Medien, so hat jedoch der Großteil der mittelständischen Unternehmen in Deutschland Schlimmes zu befürchten. Wie also schaffe ich es als Unternehmer, mich auf die Seite der Gewinner der eingetroffenen Rezession und Ihrer Folgen zu katapultieren?

Kurzfristiges Nothilfe-Management

Die gesundheitspolitischen Schutzmaßnahmen sind gerade mal zwei Wochen jung – das Ausmaß der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise ist jedoch noch nicht absehbar. Mit riesigen Finanzpaketen und großzügiger Kreditvergabe versuchen unsere regierenden Politiker dem Abschwung entgegenzutreten und damit den Wirtschaftskreislauf anzukurbeln und Unternehmen und vor allem Arbeitsplätze zu retten. Ein bewährtes volkswirtschaftliches Mittel aus altbekannten Zeiten. Trotz alldem muss VW bereits jetzt 80.000 Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken, nicht anders wird es den Automobilzulieferbetrieben gehen und folglich auch deren Lieferanten und Dienstleister. Ganz zu schweigen von den unzähligen Klein- und Kleinstbetrieben, welche den Geschäftsbetrieb komplett herunterfahren müssen und mit Beträgen um die 10.000 Euro entschädigt werden. Ich wage zu behaupten, dies wird die Unternehmer und Ihre Mitarbeiter von alleine weder mittelfristig noch langfristig retten.

Mit Eintreten der Rezession sinkt die Nachfrage, die Umsätze gehen drastisch zurück und was bleibt sind die fixen Kosten für die Unternehmer: Miete, Pacht, Personal, Finanzierungen, Abnahmeverpflichtungen, Steuern, Energie. Was kostet allein ein Tag Produktionsstillstand? Vielleicht ist das vielen Unternehmern gar nicht bewusst?

Wie kann ich als Unternehmer die laufenden Kosten im Griff behalten?

Gerade in der jetzigen Situation empfiehlt es sich, nicht nur die staatlichen Finanzspritzen zu nutzen, sondern die betriebsinterne Kostensituation zu analysieren und die Möglichkeiten der Innenfinanzierung aufzudecken. Denn von alleine werden Ihre Lieferanten und Dienstleister ihre Preise nicht senken. Wahrscheinlich werden die Preise teilweise sogar nach oben gehen. Es ist anzunehmen, dass es in manchen Bereichen zu Verknappungen kommen wird und damit auch der Verhandlungsspielraum im Einkauf enger wird. Dementsprechend werden sich die Märkte verändern und die eingefahrenen Methoden in der Beschaffung nicht mehr so gut funktionieren wie bisher.

Gleiches gilt für die Prozesse in vielen Bereichen, welche typischerweise nicht zur Kernkompetenz eines Unternehmens zählen. Hersteller von Maschinen und Produkten jeglicher Art, müssen ja nicht Experten für Logistik sein. Die Beschaffung von Strom und Gas poppt meist einmal pro Jahr oder alle zwei Jahre auf und dann soll man schnell einen kompletten Marktüberblick haben? Unternehmensversicherungen überlässt man dem Makler seines Vertrauens – wann haben Sie das letzte Mal Ihre Versicherungen ausgeschrieben?

Aller Einschränkungen für den laufenden Betrieb zum Trotz entstehen weiterhin Kosten, ganz unabhängig von der Auftragslage. Beispiele hierfür sind Telekommunikation, Mobilfunk, Energie, Fuhrpark, Versicherungen, Reinigung oder Instandhaltung. Die Dynamik der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen wird sich auf alle Unternehmensbereiche und alle Branchen auswirken. Daher unsere Empfehlung: Seien Sie achtsam und schauen Sie auf die Gesundheit Ihres Unternehmens.

Ausrichtung der Firma für eine nachhaltige Entwicklung

Über die letzten zehn Jahre waren die meisten deutschen Unternehmen verwöhnt vom Aufschwung nach der Finanzkrise von 2008/2009. Bis vor Kurzem war fast jeder damit beschäftigt, die nicht enden wollende Nachfrage zu bedienen. Nun liegt vieles brach. Vielleicht ist jetzt die richtige Zeit für Unternehmer, die Firma nach Kompetenzen zu prüfen und eine entsprechende zukunftsfähige und nachhaltige Strategie zu entwickeln!

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